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Ne story...

Harry Potter und die Tränen im Wind (Band 6)

Hinweis: Der Titel ist nur übergangsweise, weil ich nocht nicht so genau weiß, wie ich es nennen soll, was ich hier schreibe xD. Egal. Lasst euch spontan überraschen. Ist eh alles anders und so. Ach ja: band 6 von Harry Potter ignoriere ich mal gekonnt. Meine Geschichte beginnt also mit dem Ende des fünften Bandes... Beziehungsweise am Anfang der sechsten xD. Lasst euch überraschen (im Übrigen nicht aus Harry Potters Sicht geschrieben und alles eher spontan und so xD)
Viel Spaß beim lesen...

1.Kapitel - Severins Sicht

07.45 Uhr. Ich sitze ungeduldig auf einer Bank auf dem Bahnhofsgelände zwischen Gleis 9 und 10. Eigentlich bin ich viel zu früh, denn mein Zug würde erst um 11.00 Uhr abfahren. Ich bin schon jetzt aufgeregt und habe ein flaues Gefühl in der Magen Gegen.
Angst! Irgendwie habe ich auch Angst.
Heute ist der 1.September. Mich wunderts, dass ich nicht schon vor Tagen hier her gegangen war.
Ein flüchtiger Blick zur Uhr - 07.50 Uhr. Dfie Zeit scheint nicht vergehen zu wollen.
Gelangweilt spiele ich ich mit meiner Kette, die ich immer bei mir trage. Ich habe sie von meiner Mutter bekommen - bevor sie starb.
Ich seufze. Der Gedanke an sie, macht mich traurig. Ich vermisse sie...
Seit einiger Zeit lebe ich in einem Heim. Es ist ätzend... Die meisten Jugendlichen können mich nicht leiden - sie finden mich eigenartig, wenn nicht sogar, abartig...
Von den Erziehern dort, will ich gar nicht erst anfangen. Sie sind noch schlimmer... Aber was soll man schon von einem Muggelheim erwarten?
Jedenfalls sitze ich nun hier und warte auf meinen Zug, der mich endlich von all dem weg bringen würde.
Wieder starre ich auf die Uhr, die groß und rund über dem noch leeren Bahnhof prankt. 08.00 Uhr.
Wieder ein Seufzen
Noch wird niemand mein Verschwinden bemerkt haben. Ich hoffe, dass es die nächsten Stunden auch so bleiben wird. Ich habe keine Lust, dass mein Ausflug frühzeitig beendet wird. Für den Fall, dass es doch so sein sollte, müsste ich bis nächstes Jahr warten um mein Ziel zu erreichen - Hogworts...
Ich weiß seit einiger Zeit, dass mein Vater, den ich in meinem Leben noch nie gesehen habe, dort ist. Zumindest steht das so in dem Tagebuch meiner Mutter. Ich erinnere mich daran und hole es aus meiner Tasche. Zum
tausendsten mal lese ich diese eine Stelle:

13 Oktober 1983
Liebes Tagebuch 
Ich habe etwas dummes getan... Na ja... Dumm... Was bedeutet das schon...
Ich habe jedenfall etwas getan, was nicht meiner Art entspricht. Ich hatte ein One-Night-Stand. Ich kannte den Typen gar nicht und eigentlich sah er auch gar nicht mal so gut aus. Aber nach der Trennung von William habe ich einfach etwas Trost gebraucht... Ich fühle mich im Moment sehr einsam...
Aber darum geht es nicht. Ich hatte Sex mit einem völlig Fremden. Und ich habe nicht verhütet... Ich habe Angst, Schwanger zu sein. Ich weiß nicht, was ich dann machen soll...

17 Oktober 1983
Liebes Tagebuch
Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Ich bin zickig und launisch und überhaupt nicht so, wie ich sonst bin. Außerdem wird mir in letzter Zeit immer so übel. Langsam verhärtet sich mein Verdacht, dass ich schwanger bin. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich glaube, ich mache demnächst einen Schwangerschaftstest, auch, wenn ich Angst, vor dem Ergebnis habe....

26 Oktober 1983
Liebes Tagebuch
Nun habe ich mich getraut... Ein Schwangerschaftstest... Und ich bins tatsächlich... Schwanger. Ich glaub, eine Welt bricht zusammen. Ich wollte nie schwanger werden. Deshalb hat sich William doch von mir getrennt... Nun bin ich es doch. Und ich habe keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll....
Was noch viel schlimmer ist als die Tatsache, dass ich schwanger bin, ist, dass ich den Vater nicht kenne... Ich glaube, ich sterbe....

Immer und immer wieder lese ich diese Zeilen. Ich weiß nicht mal genau, warum...
Wieder ein Blick zur Uhr. Mittlerweile ist es 10.54 Uhr. Erschrocken stecke ich das Tagebuch wieder in meine Tasche, wo mein wichtigstes Zeug verstaut ist...
Ich stehe auf, blicke mich nervös um. Überall sehe ich Leute in seltsamen Aufmachungen - Zauberer.
Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und laufe auf die Wand zu, die den 9ten und 10ten Gleis voneinander trennen. Ohne Probleme komme ich hindurch. Eigentlich habe ich gar keine Fahrkarte - wie sollte ich auch an so etwas kommen, wo ich doch unter Muggeln lebe?! Trotzdem komme ich zu dem Zug. Mein Herz klopft...
Ich steige in den Zug, halte meinen Kofp nach unten gerichtet, will nicht, dass mich jemand erkennt....

Ende erstes Kapitel - Severins Sicht

16.7.07 23:56


2 Kapitel

2 Kapitel - Harrys Sicht:

Pfeifend stehe ich am Bahnsteig und warte auf meine besten Freunde, Ron und Hermine. Zum sechsten mal würden wir die Reise nach Hogworts auf uns nehmen...
Es ist weit und breit nichts von Hermine und Ron zu sehen, egal in welche Richtung ich blicke. Langsam werde ich ungeduldig. Hatte Ron nicht versprochen, ausnahmsweise mal pünktlich zu sein? Und Hermine? Sie ist doch immer die, die zuerst da war, die immer zwei Stunden vor einem Termin antanzte.
Genervt sehe ich auf die Uhr. Mittlerweile ist es schon halb elf. In einer halben Stunde würde unser Zug abfahren - zur Not auch ohne uns.
Ich lasse meinen Blick über das Bahnhofsgelände wandern, auf der Suche nach meinen Freunden. Aber ich sehe sie nirgends. Der Bahnhof wimmelt allerdings schon von Zauberern, die versucht hatten, sich wie Muggel zu kleiden, was ihnen kläglich misslang....
Noch immer keine Spur von meinen Freunden.
Plötzlich fällt mir ein Junge ins Blickfällt. Er ist gekleidet wie ein Muggel, aber irgendwie kommt er mir verdammt bekannt vor. Er hat schwarze, längere Haare, ist blass und hat grüne Augen. Ich betrachte ihn genauer. Etwas an diesem Bild stört mich, aber ich weiß nicht genau, was. Jedenfalls kann ich meinen Blick nicht von ihm wenden.
Harry, altes Haus., höre ich plötzlich eine mir allzu gut bekannte Stimme hinter mir - Fred. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Fred ist, wobei man sich da nie ganz sicher sein kann, bei den Zwillingen, den Brüdern von Ron.
Fred, oder George, legt eine Hand auf meine Schulter und guckt in die Richtung, in die ich selbst gerade noch geblickt habe.
Was gibt es da zu sehen?
Nichts., sage ich, während ich immer noch darüber nachdenke, woher dieser Junge mir bekannt vorkommt.
Hey Harry, wie waren die Sommerferien. Irgendwelche Gemeinheiten deiner bukligen Verwandtschaft? - diese Stimme kommt eindeutig von Ron.
Auch der Rest des Weasley-Clans ist anwesend. Mrs. Weasley ist aufgeregt und blickt immer wieder zur Uhr.
Langsam aber sicher gehen wir durch den geheimen Durchgang zwischen Gleis 9 und 10 - Gleis 9 3/4, wie jedes Jahr.
Von Hermine haben wir bis jetzt noch nichts gesehen, aber spätestens im Wagen, werden wir sie finden...
Ron ist heute irgendwie aufgekratzt und meint, er müsse mir etwas erzählen. Ich bin nicht sonderlich interessiert, weil mir noch immer dieser Junge nicht aus dem Kopf geht...
Im Zug treffen wir tatsächlich auf Hermine. Sie umarmt einen nach dem anderen und sieht glücklich aus. Außerdem hat sie sich irgendwie verändert - sie sieht hübscher aus, kann aber sein, dass ich mir das nur einbilde - zu viel Hormone.
Ron, Hermine, Ginny und ich suchen uns ein leeres Abteil, während Fred und George sich zu ihren Freunden verziehen.
Und wie war der Sommer, Harry?, fragt Ginny mit ihrer üblich ruhigen Stimme.
Ich antworte irgendwas, weiß selbst nicht, was ich da rede; Ich bin nicht ganz bei der Sache....

Ende 2 Kapitel - Harrys Sicht

17.7.07 01:46


3 Kapitel - teil 1

3Kapitel - Teil eins - Severins Sicht:

Die Fahrt nach Hogwarts verläuft unspektakulär, obwohl ich jedes Mal, wenn jemand an meinem Abteil, in dem ich ganz alleine sitze, vorbei geht, Herzklopfen bekomme... Und Angst. Ich will nicht endteckt werden, was sich sicher als nicht gerade einfach herraustellen wird - zumindest bin ich davon überzeugt.
Trotzdem komme ich, wider erwartens, ungeschoren in Hogwarts an. Oder besser gesagt auf dem Gelände davor. 
Mein Herzschlag verdoppelt sich und ich habe fast das Gefühl, keine Luft mehr bekommen zu können. Die Angst sitzt zu tief...
Während die Schüler von Hogwarts - denn es ist schließlich eine Schule (für Zauberer, wohlbemerkt) - aus dem Zug stürzen, bleibe ich sitzen. Nervös spiele ich wieder mit meiner Kette. Leute gehen an mir vorbei, an dem Abteil, in dem ich verweile, doch keiner bemerkt mich, als sei ich unsichtbar. Das wünsche ich mir im Moment auch - unsichtbar zu sein und nicht gesehen zu werden. Alle haben Umhänge an und sehen aus, wie Zauberer und Hexen nun mal aussehen (denke ich), nur ich habe meine Muggelsachen an. Wie sollte ich auch an so etwas ähnliches kommen, wie Umhang und so was?! Schließlich habe ich mich in diesen Zug geschmuggelt...
Niemand nimmt von mir Notiz und ich bin froh darüber. Das einzige, was ich will, ist meinen richtigen Vater kennen lernen, ob ich es nun bereuen werde, oder nicht...
Der Zug ist leer...
Ich stehe auf, was sich als schwieriger erweist, als ich gedacht habe - meine Kniee wackeln, wie Pudding und ich habe das Gefühl jeden Augenblick zusammen zu fallen, wie ein Kartenhaus...
Trotzdem schaffe ich es, mich aus dem Zug zu bewegen - vorsichtig und darauf bedacht, dass mich niemand entdeckt. Doch noch immer nimmt keiner von mir Notiz. Rundum wird getratscht und gelacht, niemand betrachtet die Umgebung genauer... Außerdem ist es Nacht...
Ich höre jemanden laut rufen: Erstklässer bitte hier rüber! und sehe einen riesigen Mann. Erschrocken und zugleich fasziniert betrachte ich ihn. Doch meine Aufmerksamkeit wird bald auf einige Kutschen gelenkt, die von seltsamen Geschöpfen gezogen werden... Sie sehen aus wie Pferde, allerdings wie Pferde, denen man im wahrsten Sinne des Wortes, das Fell über die Ohren gezogen hatte. Sie haben kein Fell, statt dessen sieht man Fleisch... Und Muskeln.
Ich schlucke. In meinem ganzen Leben hatte ich so etwas noch nicht gesehen....
Die Schüler setzen sich in Bewegung, besteigen die Kutschen und fahren mit ihnen hinauf zu dem riesigem Gebäude, dass vor mir aufragt....
Als die letzte Kutsche davon gefahren ist, folge ich ihnen, so unauffällig, wie möglich...
Die Schüler sind schon längst in dem Gemäuer veschwunden, als ich dort ankomme. Ich sehe mich um, bin fasziniert und erstaunt über dieses Bild...
Allerdings habe ich ein Problem: wie soll ich jemals in diese Schule kommen, ohne entdeckt zu werden? Bis hier her hatte ich es geschafft... Aber wie sollte es weiter gehen? Und wie würde ich heraus finden, wo sich mein Vater befand? Das einzige, was ich von ihm weiß, ist sein Name: Severus Snape...
Es fängt an zu regnen und mir ist kalt. Ich habe keinen blassen Schimmer, was ich nun tun soll...

17.7.07 02:25


3 Kapitel - Teil 2

3 Kapitel - Teil 2 - Severins Sicht:

Langsam setzen sich meine Beine in Bewegung - wie automatisch. Mittlerweile bin ich schon nass bis auf die Knochen und ich zittere vor Kälte. Ich habe beschlossen in dieses Gemäuer zu gehen, koste es was es wolle. Was soll schon groß passieren? Ich hoffe, dass sie mich nicht gleich... Aber an so was will ich gar nicht denken. Ich bleibe einen Augenblick stehen, hole tief Luft und zähle bis fünf (fünf Sekunden lang, lasse ich meine Angst zu...). Dann gehe ich weiter, nähere mich mit jedem Schritt dem großen Tor...
Ich stehe davor, blicke nach oben, um die Größe zu betrachten - einzigartig.
Noch ein tiefer Atemzug, bevor ich die erleuchtete Halle vor mir betrete...
Es ist hell und warm. Ein Duft von Essen schlägt mir entgegen, mein Magen knurrt und erinnert mich daran, wie lange ich nichts mehr gegessen hatte... Stimmengewirr und Geschirrgeklapper dringt an mein Ohr. Vor mir sehe ich einen Raum, der hell und freundlich wirkt. Dort stehen Tische, ich sehe zwei, kann aber nicht ausmachen, wie groß der Raum wirklich ist. Viele Kinder und Jugendliche sitzen an den Tischen, plappern, lachen und essen. Ich werde beinahe neidisch. Im Heim gibt es nicht solch ein Festessen, wie es auf den Tischen aufgebaut ist. Einem könnte das Wasser im Munde zusammen laufen...
Aber ich bin nicht gekommen, um zu Essen. Ich habe etwas anderes vor.... Und ich will es schnell hinter mich bringen, denn trotz der Wärme im Inneren und des duftenden Essens, ist mir dieser Ort nicht ganz geheuer...
Ich setze mich wieder in Bewegung und steige eine Treppe hinunter, die in einen dunklen Gang führt, der nicht sehr einladend wirkt. Ich handle aus einem Impuls heraus, obwohl ich lieber im Licht geblieben wäre, dass wenigstens einladend gewirkt hatte, während diese Dunkelheit abstoßend und abweisend wirkt. Ich gehe tapfer weiter, auch wenn meine Angst zurück kehrt. Wenigstens kann ich mich im Fall der Fälle in dem Dunkel hier unten verstecken. Ecken dafür gibt es genug...
Es wird immer dunkler, je tiefer ich nach unten steige. Vereinzelte Fackeln an den Wänden erhellen die Gänge, die ich entlang gehe. Ich taste mich an den kalten Wänden entlang, versuche den Halt nicht zu verlieren, denn meine Kniee sind immer noch ziemlich weich...
Immer weiter und weiter gehe ich ins Ungewisse...

17.7.07 02:47


4 Kapitel

4 Kapitel - Malfoys Sicht:

Ich gehe., sage ich schlecht gelaunt zu meinen Leuten, die noch immer am Essen sind. Ich frage mich jedes Mal, wie Crabbe und Goyle so viel essen können. Sie stopfen sich sinnlos voll... Kein Wunder, dass sie so fett sind...
Ich stehe auf und entferne mich von dem Slytherin-Tisch. Ich spüre Pansys Blick im Nacken. Ich weiß schon seit einer ganzen Weile, dass sie auf mich steht, aber ehrlich gesagt: ich kann sie kein bisschen leiden. Sie ist zu anhänglich und zu.... Ich kann es nicht beschreiben, sie geht mir einfach auf die Nerven....
Ich gehe an dem Tisch der Gryfindors vorbei und sehe Potter höhnisch an. Eigentlich habe ich ja nichts gegen ihn, aber ich bin trotzdem gemein zu ihm. Zum einen, weil ich immer noch sauer auf ihn bin, dass er damals im ersten Schuljahr meine Freundschaft abgewiesen hat. Und zum anderen, um mein Image zu wahren...
Auf dem Weg hinunter in die Kerker, treffe ich auf einige Schüler aus dem Hause Slytherin. Aber ich ignoriere sie gekonnt. Ich habe keine Lust mich mit irgendwem zu unterhalten. Ich habe schlechte Laune, wie so oft in letzter Zeit... Ich habe das Gefühl, dass etwas mit mir nicht ganz stimmt, ohne zu wissen, was es ist. Vielleicht habe ich meine Tage - Ironie pur...
Gedankenverloren stapfe ich weiter, rempel ab und zu jemanden an, der mir entdecken kommt: mit Absicht!
Ich gehe weiter, gehe sogar an dem Eingang zu unserem Gemeinschaftsraum vorbei, weil ich keine Lust auf irgendwelche Leute habe - schlechte Laune ist schrecklich, selbst für Menschen, wie mich...
Völlig in Gedanken verloren, höre ich plötzlich einen erstickten Laut. Ich bleibe stehen, horche auf. Stille, absolute Stille... Ich zucke mit den Schultern und gehe weiter...
Wieder ein Geräusch. Ich bleibe stehen, drehe mich um, aber hinter mir ist niemand. Ich sehe mich um, kann aber nichts entdecken. Leise gehe ich weiter, die Neugier hat mich gepackt und meine schlechte Laune vergessen - zumindest für den Augenblick...
Wieder höre ich das Geräusch und folge ihm. Es führt mich in eine Ecke der Kerker, in der ich selten bin. Ich kenne mich hier nicht so gut aus, obwohl ich eigentlich ziemlich ortskundig bin...
Das Geräusch wird lauter und endlich kann ich auch erkennen, was es sein soll; ein Schluchzen. Irgendwo hier, weinte jemand. Ich kann es nicht leiden, wenn Mädchen weinen. Die meisten spielen es eh nur vor, um Mittleid zu erregen. Da ist sie wieder - meine schlechte Laune.
Trotzdem gehe ich weiter und stolpere plötzlich. Ich rudere wild mit den Armen um den Halt nicht zu verlieren, Es gibt nichts schlimmeres für einen Malfoy, als sich zu blamieren. Zum Glück kann ich mich auf den Beinen halten. Ich sehe mich um, ob mich auch niemand gesehen hat, aber es ist absolut niemand zu sehen. Dafür ist nun auch das Geräusch verschwunden.
Ich seufze, drehe mich und will wieder gehen, da erblicke ich ein Etwas, dass auf dem Boden kniet - ein Mensch mit schwarzen Haaren, wobei ich im Moment nicht ausmachen kann, ob es männlicher oder weiblicher Herkunft ist. 
Zögernd kniee ich mich neben dieses Häufchen Elend und betrachte es.
Es rührt sich nicht und ich berühre es an der Schulter, woraufhin es zusammen zuckt und den Kopf hebt.
Ich werde aus strahlend grünen Augen betrachtet. Tränen hängen an den langen Wimpern dieses Wesens. Es blinzelt die Tränen weg, sieht mich ängstlich an und ich folge einem inneren Impuls heraus und streichle spontan eine schwarze Haarsträhne aus dem Gesicht. Es schließt die Augen und noch mehr Tränen verlassen seine Augen....
Ich bin verunsichert, weil ich plötzlich ein seltsames Gefühl habe, das ich nicht kenne, das mir fremd ist... Und es macht mir Angst....
 

17.7.07 03:22


5 Kapitel

5 Kapitel - Snapes Sicht:

Was für ein Tag. Der erste Tag in der Schule - wie ich es hasse. Ich kann diese Prozedur am Anfang des neuen Schuljahres nicht leiden. Es ist langweilig. Dumbledore spricht eindeutig zu viel!!! Das einzige, was mich davon abhält, an solchen Tagen Amok zu laufen, ist meine Lieblingsbeschäftigung: Schülern böse Blicke zuzuwerfen und sie damit zu verunsichern, einzuschüchtern, ihnen Angst zu machen. Leider klappt das bei Potter nicht mehr. Er wird langsam übermütig und hat keine Angst mehr. Er hält meinem Blick stand, wie kein anderer - Mist aber auch.
Gelangweilt sitze ich auf meinem Stuhl und lasse meinen Blick über die Tische schweifen. Mit dem Essen bin ich schon längst fertig (wenn Dumbledore nicht immer so viel reden würde, wäre ich auch schon längst wieder in meinen gemütlichen Gemächern im Kerker).
Mein Blick fällt auf den Slytherin-Tisch und ich sehe gerade noch, wie Draco Malfoy - nebenbei gesagt mein Lieblingspatenkind (ich habe auch nur eins) - die große Halle verlässt. Ich finde diese Idee gut, und tue es ihm gleich. Ich kann diese üblichen Gespräche am Lehrertisch nicht mehr ertragen... Das einzig gute an der Einführungsfeier dieses Jahr, war, dass Dumbledore endlich verkündet hat, dass ich Severus Snape jetzt Verteidigung gegen die dunklen Künste unterrichten werde. Ich habe mich gefreut wie ein kleiner Gurkenkönig! Und das Gesicht von Potter werde ich meine Lebtage nicht mehr vergessen. Ich will, dass er leidet, so, wie ich gelitten habe!
Ich räume das Pakett gekonnt, indem ich durch die Hinertür bei dem Lehrertisch verschwinde. Schnellen Schrittes mache ich mich auf den Weg in den Kerker. Endlich weg von dieser Nervbacke Dumbledore... Und von McGonnagall. Ich glaube, sie hat ein Auge auf mich geworfen. Ich mag sie nicht, ganz und gar nicht!
Als ich endlich in den Kerkern bin, hole ich tief Luft, um den stickigen Geruch einzuatmen...
Eigentlich ist das Klassenzimmer für VgddK in irgendeinem Stockwerk weiter oben. Aber ich habe protestiert. Ich verlasse doch meine Kerker nicht. Niemals! Wie käme ich denn dazu?! Nun finden die VgddK- Stunden in den Kerkern statt...
Auf dem Weg zu meinen Räumen begegne ich einigen Slytherins. Aber ich wahre mein Image und bleibe kühl, wie immer. Immerhin habe ich sehr lange gebraucht um diese Maske perfekt zu können, da muss ich sie nun auch mächtig ausnutzen!
Ich bin sehr froh darüber, dass meine Räume sich tief in den Gemäuern der Schule befinden. So werde ich nicht oft von pubertierenden Leuten genervt. Allerdings hat das auch was unpraktisches - ich muss immer so weit laufen. Ich sollte ernsthaft darüber nachdenken, ob ich mir nicht irgendwie ein Transportmittel für diesen Weg anschaffen sollte! Muggel haben doch immer solch kreativen Ideen (von denen ich nicht wirklich überzeugt bin!)
Plötzlich passiert mir etwas dummes: Ich stolpere über etwas, dass auf dem Boden liegt und falle selbst der Länge nach hin. Es macht platsch und ich habe mir meine Nase zerdrückt - wie peinlich. Warum muss es hier auch so dunkel sein - Mist noch mal!
Professor, sind sie oke?
Malfoys Stimme klingt besorgt. Ich stehe auf, klopfe mir den Staub von den Klamotten und drehe mich um.
Ging mir noch nie besser Malfoy. Was machst du da auf dem Boden?, frage ich mein Patenkind mit meiner gewohnten, kühlen Stimme.
Nichts. Gar nichts., antwortet er mir einen Tick zu schnell. Er lügt, dass sehe ich ihm an der Nasenspitze an. Außerdem lese ich es in seinen Gedanken, aber egal. Ich gehe nicht näher darauf ein. Ist mir gerade egal. Mir tut mein Riechkolben weh - Aua.
17.7.07 03:55


6 Kapitel

6 Kapitel - Malfoys Sicht:

Puh. Das ist noch mal gut gegangen. Wenn Snape... Nicht auszudenken.
Ich sehe auf das Wesen, dass immer noch zusammen gekauert auf dem Boden sitzt. Ich gehe wieder auf die Knie.
Komm., sage ich und ziehe es mit mir. Nun, wo das geheimissvolle Wesen vor mir steht, weiß ich auch, welchem Geschlecht es angehört. Es ist ein Junge in Muggelsachen... Eigentlich sollte ich - der Meinung meines Vaters nach - gegen Muggel sein. Bin ich aber nicht wirklich. Eigentlich bin ich ein ganz verträgliches Kerlchen, wenn man mich erst mal richtig kennt... Leider machen sich die wenigsten die Mühe, mich kennen zu lernen... Nicht mal Pansy kennt mich - niemand kennt mich. Ich habe Potter damals als Lichtblick auf wahre Freunde gesehen. Aber er hat meine Freundschaft nicht annehmen wollen, hat mich fortgestoßen. Das kann ich ihm einfach nicht verzeihen. Aber ich komme zu sehr vom Thema ab.
Mit dem Jungen an meiner Hand pirsche ich mich durch die mittlerweile menschenleeren Gänge. Es dürfte bald Zeit sein, ins Bett zu gehen. Aber ich muss noch etwas erledigen....
Der Junge folgt mir, ohne Widerstand zu leisten. Ich glaube kaum, dass er sich traut, sich zu wehren... Er scheint verstört, aus welchem Grund auch immer. Mich interessiert, wie er hier her gekommen ist und warum und wie er heißt. Aber das kann ich ihn auch später noch fragen. Fürs Erste genügt es, wenn ich ihn in Sicherheit bringe...
Ich lotse ihn durch das Schloß, darauf bedacht, von niemandem gesehen zu werden. Mit einem typischen Hogwarts-Umhang würde er wesentlich weniger Aufsehen erregen....
Stimmen, direkt vor uns. Wir befinden uns mittlerweile in oberen Stockwerken und laufen Gefahr  Gryfindors oder Huffelpuffs in die Arme zu laufen. Ich sehe mich schnell um und entdecke eine Besenkammer, wo ich den Jungen reinstopfe - für zwei ist da kein Platz...
Um die nächste Ecke sehe ich Potter und seine kleinen niedlichen Freunde watscheln. Mist, die haben mir gerade noch gefehlt. Ich kann mich leider nirgends verstecken. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als so cool wie möglich auszusehen.
Hey Malfoy, hast du dich verlaufen?, fragt Weaselby mich. Ich antworte nicht, denke nicht daran. Mein Image muss aufrecht erhalten werden. Ich ignoriere die drei.
Was denn. Hats dir die Sprache verschlagen?, ereifert sich nun auch Harry. Es versetzt mir einen Stich, dass er so zu mir ist. Aber ich habe es eigentlich nicht anders verdient.
Nein, habe ich nicht, aber ich rede nicht mit niederem Fußvolk., sage ich überheblich, wie immer. Ich kann mich selbst nicht ausstehen, wenn ich so bin! Ich hasse mich in solchen Momenten.
Tze. Was bist du denn dann, Malfoy, eine Kakalake?, mischt sich nun auch Granger ein.
Wieder antworte ich nicht. Ich presse mich gegen die Tür der Besenkammer und wünsche mir, dass die drei weiter gehen. Sie tun es aber nicht. Heute ist definitiv nicht mein Tag...

17.7.07 04:26


7 Kapitel

7 Kapitel - Rons Sicht:

Nun fängt der Ernst des Lebens wieder an - Schule. Ich habe gar keine Lust darauf. Aber wer weiß, welche Abenteuer wir erleben werden - und welchen Gefahren wir ausgesetzt sind. Das ist das einzig gute an der Schule - ich steh auf Schmerzen -.-
Harry, Hermine und ich machen uns, nachdem wir uns die Bäuche mit dem leckersten Essen diesseits und jenseits aller Vorstellungen vollgeschlagen haben, auf den Weg zu dem Gryfindor-Gemeinschaftsraum. Ich bin noch gar nicht müde und überlege mir, was ich gleich noch machen kann. Vielleicht schreibe ich meiner Freundin. In den Sommerferien habe ich sie kennen gelernt und bin total verknallt. Das habe ich vorhin auch versucht Harry zu erzählen, aber der Esel hat mir nicht zugehört... Vielleicht interessiert sich Hermine mehr dafür...
Als wir um die nächste Ecke gehen, sehen wir es - Das Übel, das da heißt; Malfoy. Ich könnte kotzen. Was macht diese Ratte hier? Genervt rolle ich mit den Augen, gebe aber schon die erste Gemeinheit von mir. Er hat es ganz einfach nicht anders verdient!!
Aber Malfoy geht nicht darauf ein. Misstrauisch sehe ich ihn an. Irgendwas ist faul, denke ich bei mir, während Harry mit den Beschimpfungen weiter macht....
Ein Wort folgt dem anderen und es kommt, wie es immer kommt wenn Potter und Malfoy sich zufällig auf einem Koridor treffen und kein Lehrer in der Nähe ist: Ein Kampf bricht aus. Harry und Malfoy stehen sich mit gezückten Zauberstäben gegenüber und sehen sich feindselig an. Ich seufze. Immer wieder das Gleiche. Harry feuert den ersten Fluch ab und Malfoy pariert gekonnt. Hermine kreischt indess rum, dass sie damit aufhören sollen. Sie kann Gewalt nicht ausstehen. Aber ich glaube, sie macht einem manchmal auch was vor.. Wenn ich da an den Kinnhacken denke, den sie Malfoy verpasst hatte im dritten Schuljahr - das war schon klasse...
Ich sehe dem Treiben schweigend zu. Ich habe gerade keine Lust in die Luft gesprengt zu werden, weshalb ich mich nicht einmische. Hermine versucht verzweifelt Harry vom Kämpfen abzubringen, aber er ist zu verbissen in diese Sache....
Am Ende liegen beide - Harry und Malfoy - auf dem Rücken auf dem bestimmt ziemlich kalten Steinboden und geben ein Bild wie zwei Schildkröten ab, die auf ihre Panzen gefallen sind und sich nun nicht mehr auf die richtige Seite drehen können. Es ist ein ziemlich lustiger Anblick und ich fange an zu lachen. Malfoy steht auf, sieht uns wütend an, wischt sich etwas Blut aus dem Gesicht, räumt aber nicht das Feld, so, wie ich es erwartet hätte. Harry steht auch wieder auf.
Hast du noch immer nicht genug, Malfoy., brüllt Harry, der mindestens genauso wütend ist, wie Malfoy.
Er antwortet nicht, steht einfach nur da, mit dem Zauberstab in der Hand. Das ist gar nicht seine Art und ich frage mich sowieso wo er seine Affen gelassen hat. Mir wird die Sache langsam zu bunt. Ich schreite zur Tat, packe Harry am Arm und zerre ihn mit Leichtigkeit mit mir. Die hysterische Hermine folgt uns aufgebracht...
Als ich spät am Abend - eigentlich ist es schon Nacht - im Bett liege, denke ich: was für ein verrückter Tag

17.7.07 04:54


8 Kapitel

8 Kapitel - Malfoys Sicht:

Endlich sind sie weg. Meine Nase blutet und ich wische mir das Blut mit dem Ärmel weg. Ich bin es Leid, dass Potter und ich uns immer bekämpfen müssen, wenn wir uns sehen... Aber eines steht fest - dieses Mal hatte er angefangen.
Ich atme tief durch, wische mir noch einmal das Blut aus dem Gesicht, bevor ich die Tür der Besenkammer wieder öffne...
Der Junge sieht mich mit weit aufgerissenen, verängstigten Augen an. Er zittert, was zum einen daran liegen kann, dass ihm kalt ist, weil er nasse Klamotten hat, zum anderen aber auch, weil er Angst hat. Ich habe Lust, ihn in den Arm zu nehmen, aber ich tue es nicht. Ein Malfoy zeigt nie seine Gefühle!
Ich nehme den Jungen wieder bei der Hand und ziehe ihn mit mir. Es ist nicht mehr weit, bis zum Ziel....
Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir ihn; den Raum der Wünsche...
Drei Mal gehen wir den Weg entlang, bevor die Tür erscheint.
Ich öffne sie und gemeinsam mit dem Jungen betrete ich das Zimmer. Es ist in grünen Farben gestrichen und ähnelt ein bisschen dem Zimmer bei mir zu Hause. Eigentlich sieht es genauso aus, wie mein Zimmer.
Nicht übel., sage ich, eher zu mir als zu dem Jungen.
Alles ist genau, wie zu Hause. Das Bett, dass unter dem Fenster steht, der Teppich mit dem Symbol der Slytherins, die Tapete, einfach alles. Auf dem Bett liegen frische Klamotten - die Robe der Slytherins. Es würde sicher nicht auffallen, wenn der Junge eines Tages am Unterricht teilnehmen würde....
Hier kannst du fürs Erste bleiben., sage ich, etwas unsicher.
Der Junge sieht sich um, genauso unsicher wie ich, macht einen weiteren Schritt in den Raum.
Ein unangenehmes Schweigen breitet sich aus.
Ähm... Darf... darf ich wissen, wie du heißt?, frage ich, erstens weil mir die Stille unangenehm ist und zweitens, weil ich es wirklich wissen will.
Severin... Severin Monet. Ich... Ich suche nach Severus Snape. Und wie heißt du?
Mir fällt die Kinnlade auf den Boden. Das überrascht mich nun doch... Ich schüttle mich kurz, um mich zu fangen und antworte ihm dann: Ich bin Draco Malfoy. und strecke ihm die Hand entgegen. Er nimmt sie an, schüttelt sie. Das sieht sicher bescheuert aus, denn wir stehen mindestens einen Meter voneinander entfernt und reichen uns über diese Entfernung die Hände... Seine Hand ist weich und warm...
Wieder kehrt Stille ein. Severin spielt nervös mit einer Ketter, die er um den Hals trägt - Ein kleiner, silbener Delfin der um einen blauen Ball springt.
Ich sehe kurz auf die Uhr und stelle erschrocken fest, dass ich langsam in den Gemeinschaftsraum der Slytherins zurück kehren sollte.
Ich muss weg, Severin, aber ich komme wieder., verabschiede ich mich von dem Fremden, nehme meine Beine in die Hand und verschwinde...

17.7.07 05:33


9 Kapitel

9 Kapitel - Severins Sicht:

Fröstelnd liege ich in dem großen Bett. Ich habe selten so gut gelegen. Aber schlafen kann ich nicht. Ich fühle mich irgendwie nicht wohl, habe das Gefühl, mich zum absoluten Affen gemacht zu haben. Und das habe ich sicher...
Ich bin hundemüde und immer wieder fallen mir die Augen zu. Aber ich kann nicht schlafen. Irgendwie habe ich ein schlechtes Gewissen. Ich weiß nicht, warum... Vielleicht, weil dieser Draco sich mit irgendwem geprügelt hatte, wegen mir - mehr oder weniger...
Er ist sowieso sehr nett. Ich habe nicht erwartet, dass mir jemand helfen würde...
Vielleicht habe ich nun zum ersten Mal in meinem Leben einen Freund gefunden. Ich habe noch nie einen gehabt - zumindest keinen echten...
Noch lange liege ich wach, mache mir meine Gedanken über dies und das. Vor allem über Draco.
Und immer wieder stelle ich mir die Frage, wie ich meinen Vater finden soll. Vielleicht weiß Draco, wo ich ihn finden kann...
Draco... Draco...
Dieser Name geistert noch lange in meinem Gehirn, bevor ich vor Erschöpfung einschlafe...

17.7.07 06:01


10 Kapitel

10 Kapitel - Harrys Sicht:

Irgendwas ist hier faul. Seit Tagen hatte ich keinen vernünftigen Streit mehr mit Malfoy. Dabei hätte ich das wirklich gut gebrauchen können. Ich bin schon eine Ewigkeit geladen, wütend... Traurig...
Ich möchte mich zanken und meiner Wut Luft machen...
Aber Malfoy ist seit einigen Tagen so anders. Er geht uns - also Hermine, Ron und mir - aus dem Weg. Er scheut es, uns auch nur anzusehen, als habe er Angst, vor was auch immer.
Es deprimiert mich...
Ich will streiten. Ich will, dass der alte Malfoy zurück kommt - Sofort...

Snapes Sicht:

Die Tage ziehen ins Land. Es ist alles, wie es immer ist. Die Schüler nerven, die Tage werden kälter, der Unterricht geht voran - alles wie immer. Wenn man von der Tatsache absieht, dass alle mächtig Angst vor Voldemort haben und sich fast in die Hosen machen...
Ich glaube, sogar Dumbledore hat Angst (geschieht der Nervenbacke recht).
Aber da ist noch etwas anders: Potter ist zu Tode betrübt und keiner weiß warum (na ja, eigentlich schon, aber das ignorieren wir nun gekonnt). Außerdem verhält sich mein Patenkind merkwürdig. Ich habe ihn eingehens beobachtet und bin zu dem Schluss gekommen, dass sein seltsames Verhalten nur eines Bedeuten kann: Er ist verliebt. Irgendwann musste es ja mal so weit kommen!
Allerdings habe ich noch nicht heraus gefunden, wer die Erwählte ist... Vielleicht diese Pansy, wie hieß sie noch gleich? Obwohl... Nee, eher nicht, die ist nicht Dracos Fall, glaube ich...
Ich habe unzählige Nächte schon wach gelegen und mir Gedanken um dieses Problem gemacht, aber ich habe keine Lösung gefunden. Und ich hatte auch noch keine Zeit - na ja, eher keine Lust - mit Draco darüber zu reden. Aber allmählich wird es Zeit dazu... Man weiß ja nicht, ob der Junge schon aufgeklärt ist. Sonst gibt es am Ende viele kleine Dracos... Nicht auszudenken, einer reicht mir schon...
Langsam sollte ich mich dieses Problems annehmen. Ich glaube... Gleich Morgen... oder vielleicht übermorgen - nein das geht nicht, da ist Sonntag, da habe ich frei. Dann eben Montag. Es läuft ja nicht weg...


Nun habe ich mich doch dazu durchringen können mit Draco zu reden. Also sage ich nach einer Unterrichtsstunde, die mal wieder in einer Katastrophe geendet hatte (dieser Neville bringt mich noch ins Grab) zu Draco, dass ich mit ihm reden wolle. Natürlich sind alle überrascht, denn normalerweise gibt es für Slytherins bei mir keine Strafen und ich denke ja auch nicht an eine Strafe (obwohl...)
Nachdem auch die restlichen Schüler den Klassenraum verlassen haben - abgesehen natürlich von Draco - schließe ich die Tür sorgfälltig ab. Muss ja nicht jeder wissen, dass ich mir Sorgen um mein Patenkind mache. Das würde mein Image versauen.
Was gibt es so dringendes, Professor?, fragt Draco, sichtlich nervös.
Vielleicht ist er doch nicht verliebt und er hat nur irgenetwas angestellt. Wer weiß das schon so genau. Die Jugend von heute ist so schwer zu durchschauen. Ich mag Kinder und Jugendliche, glaub ich, nicht, habe ich gerade beschlossen.
Ich würde gerne wissen, was in letzter Zeit mit dir los ist. Was hast du angestellt?
Gar nichts., antwortet er. Ja, ja, das kann er seiner Oma erzählen, aber nicht mir! Immer diese Lügen. Tze, als ob ich die nicht sehen würde.
Junger Mann. Du sagst mir jetzt, was los ist, oder ich folter dich.
Erschrocken sieht mich Draco mit großen Augen an. Dabei sollte das eigentlich ein Scherz sein. Nun ja. Manchmal missverstehen die Leute mich einfach.
Nun sag schon.
Ich werde langsam wirklich ungeduldig.
Draco druckst rum, meidet meinen Blick und spielt nervös mit seinen Händen. Na toll. Wenn ich das gewusst hätte...
Oke, oke, dann sagst du es mir eben nicht.
Beleidigt drehe ich mich um. Kinder, nee. Ich werde langsam zu alt für so was!!!

17.7.07 14:01


11 Kapitel

11 Kapitel - Snapes Sicht:

Mir reichts! Ich glaube, ich kündige, setze mich auf eine einsame Insel ab und bleibe dort, bis ich gestorben bin (hört sich an, wie das Ende eines wunderschönen Märchens). Aber so einfach ist es mal wieder nicht. Wie ich es hasse.... Nun ja. Ich werde nun meine alten Detektivsachen rauskramen und meinem Patenkind nachstellen. Ich bin einfach zu neugierig, was hier eigentlich los ist - blind bin ich schließlich nicht, auch wenn ich ab und an mal eine Brille bräuchte, die ich natürlich nicht trage (des Images wegen.)

An einem schönen Sonntagnachmittag mache ich mich also auf, Draco zu beschatten! Er schleicht, wie eine geschmeidige Katze durch die Gänge und geht allen aus dem Weg. Da haben wir schon ein Indiz, dass etwas nicht stimmt: Er schlägt sich nicht mit Potter, obwohl dieser ihn auf brutalste Art und Weise provoziert. Ich glaube ich bin im falschen Film...
Ich schleiche um die nächste Ecke, darauf bedacht, dass Draco mich nicht sieht. Als er sich umsieht, springe ich hinter die nächste Statue und rempel jemanden an. Es ist diese
McGonnagall. Das hat mir gerade noch gefehlt. Um mein Image zu wahren rufe ich einem imaginären Schüler zu, er solle nicht durch die Gänge rennen.
Diese Kinder immer., sage ich.
McGonnagall sieht mich ungläubig an, sieht dann nach rechts und links, um festzustellen, dass es keine rennenden Schüler gibt - zumindest nicht hier.
Severus, was machen sie hier eigentlich?, fragt sie scheinheilig.
Ich... ähm... Ich... Was geht sie das eigentlich an, Minerva?, frage ich. Ich warte die Antwort nicht einmal ab und gehe erhobenen Hauptes davon - Mist nun habe ich Draco verloren.

Harrys Sicht:

Ich habe die Nase voll. Ich muss nun wissen, was mit Malfoy ist. Ich halte es nicht mehr aus, dass er mich so ignoriert.
Hermine, Ron, ich muss etwas sehr wichtiges erledigen. Es könnte eine Weile dauern, wartet nicht auf mich., sage ich am Mittagstisch zu meinen Freunden, als ich sehe, dass sich Malfoy aus dem Staub machen will. Ich folge ihm unauffällg - das heißt, ich trample ihm hinterher und es ist pures Glück, dass er mich nicht sieht... Plötzlich ist Draco verschwunden. Ich sehe mich gespannt um, kann aber niemanden entdecken.... 
 

Severus Sicht:
Ein paar Tage später habe ich mich wieder an Dracos Fersen geheftet. So leicht gebe ich nicht auf. Irgendwann finde ich schon raus, was hier los ist!! Allerdins stellt sich das als schwerer heraus, als ich gedacht habe... Draco ist wirklich übervorsichtig.
Wieder verliere ich ihn. Ich drehe mich einmal um meine eigene Achse, um festzustellen, dass sich niemand in dem Koridor, in dem ich mich gerade befinde, ist - auch kein Draco. Mist. Das ist reine Zeitverschwendung. Ich gehe rückwärts, in der Hoffnung, dass ich mehr entdecke - wie doof kann man sein, wenn mich so jemand sieht...
Plötzlich stoße ich auf Widerstand. Erschrocken drehe ich mich um und sehe in das verdutzte Gesicht von Potter. Das darf doch alles nicht wahr sein. Jetzt hat mich mein Patenkind wieder abgehängt und ich mache mich ausgerechnet vor Potter zum Affen. Jetzt hilft nur noch ein Wunder...
MIST

17.7.07 15:58


12 Kapitel

12 Kapitel - Hermines Sicht:

Harry verschwindet spurlos. Jetzt lässt er mich mit dem Knallkopf Ron alleine. Was soll ich denn jetzt machen?! Genervt stehe ich von meinem Platz in der Großen Halle auf und mache Anstalten zu gehen.
Wo gehst du denn hin, Hermine? Ich wollte doch noch mit dir über was Wichtiges reden!
Später, ich muss noch mal in die Bibliothek. Wir sehen uns später vielleicht. Tschüss., rede ich mich raus, und verschwinde, schnellen Schrittes. Natürlich habe ich nicht vor, in die Bibliothek zu gehen, aber ich weiß, dass Ron mir dorthin niemals folgen würde. Er liest nun mal nicht gerne - es würde ihm aber mal gut tun!!!
Auf dem Weg zum Gryffindor-Gemeinschaftsraum, denke ich darüber nach, was ich nun tun soll. Meine Hausaufgaben habe ich alle schon fertig und auf lesen habe ich heute keine Lust. Harry bin ich noch nicht über den Weg gelaufen, mit Ron kann man nichts Richtiges machen, Ginny hat einen neuen Freund, Luna Lovegood ist immer schwer zu finden....
Plötzlich habe ich eine Idee. Harry wird nichts dagegen haben, wenn ich mir mal die Karte des Rumtreibers ausleihen würde. Gedacht, getan. Ohne viel Aufsehen zu erregen gehe ich in die Schlafsäle der Jungen und hole sie - also die Karte.
Ich verlasse den Gemeinschaftraum wieder, sehe mich kurz um.
Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichgut bin. - ein Schlenker mit dem Zauberstab und schon sehe ich, was in der Schule gerade so passiert. Zufrieden lächelnd checke ich die Lage.
Ron ist erstaunlicherweise doch in die Bibliothek gegangen - erstaunlich. Vielleicht ist das, was er mir erzählen will, doch ziemlich wichtig.... Ich verwerfe den Gedanken sofort wieder - alles, was Ron sagt, ist unwichtig...
Plötzlich fällt mir noch etwas auf: Draco Malfoy befindet sich in dem Raum der Wünsche... Aber er ist nicht alleine - Severin Monet. Ich habe diesen Namen noch nie gehört, aber er macht mich neugierig. Vielleicht hat Malfoy eine Freundin... Wobei ich nicht glaube, dass Severin ein Mädchnename ist. Vielleicht... Nein, das kann ich mir nicht vorstellen.  Malfoy und Schwul - unwahrscheinlich...
Meiner Neugier nachgebend laufe ich in Richtung Raum der Wünsche, wo ich nach kurzer Zeit ankomme. Die Frage ist, was ich mir nun wünschen soll, um in den Raum zu gelangen...
>Ich wünsche mir, Malfoy und Monet zu sehen<  - nein...
>Ich wünsche mir Draco und Severin zu sehen< - ja, das klingt besser.
Mit diesem Gedanken gehe ich dreimal am Raum der Wünsche vorbei und siehe da, eine Tür erscheint in der Wand, wo vorher keine Tür gewesen ist.
Rechts, Links blickend, greife ich nach dem Türknauf, halte einen Moment inne, um mich zu besinnen, was ich gerade im Begriff bin zu tun, bevor ich tief einatmend die Tür öffne.
Ich werde fast von dem vielen grünen Farben erschlagen. Ich meine, das Zimmer, in das ich getreten bin, sieht nicht schlecht aus, aber... So viel grün - ich mag die Farbe grün an sich nicht so gerne. Ich steh auf pink.
Malfoy, der, als ich den Raum betreten habe, mit dem Rücken zu mir stand, dreht sich nun erschrocken um. Die Tür fällt hinter mir ins Schloß - es macht klick.
Wa... wie... Woher..., stammelt Malfoy und ich muss gestehen, dass ich das ziemlich süß finde... Aber Malfoy ist nicht süß!!!
Hinter dem blonden Jungen, auf dem Bett sitzt ein anderer Junge, der in unserem Alter sein dürfte, wenn ich mich nicht irre. Er hat schwarze, längere Haare und kommt mir aus unerfindlichen Gründen verdammt bekannt vor. Aber ich kann ihn nicht zuordnen. Sicher ist, dass dieser Junge Severin Monet ist. Aber ich habe ihn noch nie zuvor gesehen - zumindest bilde ich mir das ein.
Ich weiß nicht, was ich nun tun, oder sagen soll. Ich könnte Malfoy erpressen. Aber so unsicher und nervös wie dieser wirkt, könnte ich das nicht.
Ich bin nur zufällig hier., behaupte ich. Ich glaube nicht, dass er mir das abkauft, aber das ist mir gerade egal. Ich bin neugierig, was es mit diesem Severin Monet auf sich hat...

18.7.07 16:46


13 Kapitel

13 Kapitel - Unbekannte Sicht:

Es ist Zeit... Die Zeichen stehen auf Sturm. Und ich werde derjenige sein, der dafür Sorgt, dass der Sturm hereinbricht...
Mein Auftrag ist klar und ich werde ihn nach bestem Gewissen auszuführen.
Ins Schloß Hogwarts zu kommen wird nicht einfach... Schließlich ist es gesichert, beinahe besser, als Gringotts die Zaubererbank. Auf jedenfall ist Hogwarts besser gesichert als Askaban. Es war kein Problem für mich von dort zu fliehen...
Nun stehe ich hier, auf der anderen Seite des Sees, der zum Teil zu dem Hogwarts-Gelände gehört. Das wird noch das Einfachste sein... Den See überqueren.
Seufzend mache ich mich auf den Weg. Einen Fuß aufs Wasser setzend, konzentriere ich mich auf das, was ich tue, verlagere das Gewicht. Statt im Wasser zu versinken, stehe ich sicher auf dem grauen Wasserspiegel. Sachte setze ich auch meinen anderen Fuß auf die Oberfläche des Wassers. Ich sinke nicht ein...
Ich spüre die Kälte an meinen Fußsohlen...
Einen Schritt nach dem anderen... Immer weiter... Ich muss mich angestrengt konzentrieren, um nicht am Ende doch noch von den Fluten des Sees verschlungen zu werden...
Das Wasser ist ruhig, kein Lüftchen weht, welches die Wasseroberfläche aufwühlen könnte. Es ist drückend warm, auch, wenn die Sonne nicht mehr scheint. Graue, schwere Wolken haben sich über die Welt gelegt... Ein Lächeln zeigt sich auf meinem Gesicht. Der Sturm...
Es sind nur noch wenige Schritte, bis ich es auf die andere Seite des Sees geschafft habe...
Nun würde es schwieriger werden. Zahllose Banne und Zauber schützen Hogwarts...
Ich zücke meinen Zauberstab, spreche einige Zauber... Es ist leichter, als ich gedacht habe. Ich habe Dumbledore für einfallsreicher gehalten...
Die Dunkelheit bricht über das Land herein. Unendlich viele Lichter blicken vom Schloß herunter, trotzen dem Dunkel, können es aber nicht durchbrechen... nicht für ewig...
Ich überschreite die Grenze und stehe bald auf trockenen Boden - auf dem Gelände von Hogwarts.
Ich glaube, es wird ein Leichtes, meinen Auftrag auszuführen - zumindest, wenn es weiterhin so gut läuft, wie bis jetzt...
Schritt für Schritt nähere ich mich meinem Ziel - der Raum der Wünsche....

18.7.07 18:07


14 Kapitel

14 Kapitel - Dracos Sicht:

Nachdem Hermine mein kleines Geheimnis heraus gefunden hat, habe ich ihr alles erzählt. Erstaunlicherweise hat sie uns ihre Hilfe angeboten. Ich war anfangs etwas skeptisch... Aber ich nahm sie trotzdem an. Es stellte sich als sehr hilfreich heraus, sie als Verbündete zu haben. Sie lenkte Harry und Snape, die mir neuerdings nachspionierten, ab, während ich in den Raum der Wünsche verschwand...
Ich bin mal wieder auf dem Weg dort hin. Irgendjemand muss ja dafür sorgen, dass Severin etwas zwischen die Kiemen bekommt. Er hat sowieso schon zu wenig auf den Rippen...
Hermine ist damit beschäftigt, Snape, der mir schon wieder nachstellen wollte, abzulenken. Sie hat ihn in ein wahnsinnig interessantes Gespräch über Zaubertränke verwickelt...
Ich komme am Raum der Wünsche an, gehe dreimal daran vorbei, ehe die Tür erscheint. Ich öffne sie..
Erschrocken taumle ich einige Schritte zurück. Das Zimmer ist verwüstet und von Severin ist nichts zu sehen. Ich stürme in den Raum, durchwühle die Sachen, die auf dem Boden verstreut liegen, in der Hoffnung, Severin dort irgendwo zu finden... Er ist weg. Verzweifelt stehe ich in dem Chaos. Ich habe keinen blassen Schimmer, was ich tun soll. Keiner, außer Hermine und mir wissen von der Existenz von dem Jungen mit den schwarzen Haaren... Niemand. Es einem Lehrer zu erzählen würde keinen Sinn machen. Sie würden nicht verstehen, warum ich nicht schon längst etwas gesagt habe. Ehrlich gesagt weiß ich es selber nicht. Vielleicht, weil ich Angst hatte, dass sie ihn weg schicken könnten, zurück in das Heim, von dem er mir erzählt hatte. Ich wollte ihn nicht verlieren, weil ich zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl hatte, einen wahren Freund zu haben. Und nun ist er weg! Tränen steigen mir in die Augen. Ich habe seit einer Ewigkeit nicht mehr geweint...
Plötzlich stürmt jemand in den Raum - es ist Hermine.
Was ist denn hier passiert. Wo ist Severin... Was zum...?
Hermine klingt hysterisch und das ist sie wohl gerade auch. Ich kann nicht antworten, hänge meinen Gedanken nach... Eine Welt bricht für mich zusammen...
Draco?
Hermines Stimmlage hat sich verändert und nun klingt sie weniger hysterisch... Dafür besorgt.
Er ist weg..., sage ich monoton. Keine Ahnung, was ich damit bezwecken will...
Wir finden ihn... Wir gehen jetzt zu einem Lehrer und erzählen diesem alles und dann wird alles gut., behauptet sie. Ich schüttle den Kopf.
Und wem willst du es erzählen?, frage ich.
Snape., antwortet sie entschlossen. Sie greift nach meinem Arm und zieht mich mit sich....
18.7.07 18:57

6.8.07 16:41
 


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